Gluten im Brennpunkt: Aktuelles von der Zöliakie als Chamäleon der Gastroenterologie
Die Zöliakie ist eine immunologisch vermittelte Systemerkrankung mit vielen Gesichtern: Sie kann durch eine Vielzahl an gastrointestinalen und extraintestinalen Symptomen in Erscheinung treten, die Erkrankung kann aber auch gänzlich subklinisch verlaufen. Dieses breite Manifestationsspektrum macht die Zöliakie zu einem Chamäleon der Gastroenterologie und zu einer interdisziplinären Herausforderung. Denn nur mit dem erforderlichen Wissen um die Symptomvielfalt, können die Betroffenen überhaupt erkannt, sauber diagnostiziert und nach ärztlich gesicherter Diagnose einer glutenfreien Ernährung zugeführt werden. Die Ernährungstherapeut*Innen können bereits im diagnostischen Prozess eine Schlüsselrolle einnehmen: Denn im Rahmen der zunehmenden Popularität kohlenhydratreduzierter Ernährungsformen und selbst auferlegter glutenbeschränkter Diäten stellt die Sicherung einer ausreichenden Glutenbelastung vor der Diagnostik ein zentrales Element für eine aussagekräftige Zöliakie-Ausschlussdiagnostik dar. Eine adäquate Glutenbelastung zu erreichen kann durchaus herausfordernd sein – insbesondere bei bereits eingeleiteter glutenfreier Diät. Die ernährungstherapeutische Planung einer solchen Glutenbelastung mit geeigneten Rezepten kann daher wichtiger Bestandteil der Ernährungstherapie auf dem Weg zur gesicherten Diagnose sein.
Die alternativlose Therapie der Zöliakie besteht bekanntermaßen in der konsequenten Einhaltung einer glutenfreien Diät. Jedoch erfordert diese weit mehr als die reine Karenzempfehlung oder den Kauf glutenfreier Ersatzprodukte. Eine fundierte Ernährungstherapie sollte die Kenntnis über das Vorkommen von Gluten vermitteln, die Kennzeichnung trainieren sowie den Umgang mit Alltagssituationen, wie Einkauf, Reisen und Außer-Haus-Verzehr schulen. Die Anforderungen an eine ausgewogene glutenfreie Kost sind hoch: Denn die glutenfreie Kost birgt auch Risiken und die Deckung kritischer Nährstoffe muss sorgfältig geprüft werden.
Das praxisnahe Seminar gibt ein Update zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und soll gleichzeitig den Blick der Seminarteilnehmer*innen für das vielfältige Beschwerdespektrum der Zöliakie schärfen, das Wissen über das diagnostische Vorgehen mit all seinen potentiellen Fallstricken festigen und die Herausforderungen einer glutenfreien Ernährung aufzeigen.
Inhalt des Seminars:
- Ursachen, Prävalenz, Pathophysiologie und Komorbiditäten
Diagnostik bei Verdacht auf eine Zöliakie: - Praktische Aspekte zur Sicherung der Glutenbelastung vor Diagnostik mit geeigneten Rezepten
- Sinnvolle und unsinnige Laborparameter und Endoskopie
Monitoring - Oft vernachlässigt: - Diagnostik bei Risikogruppen: Wer, was, wie oft?
- Monitoring der Laborwerte und der diätetischen Adhärenz bei Patienten mit gesicherter Zöliakie
Therapie: - Risiken einer glutfreien Ernährung
- Deckung kritischer Nährstoffe
- To eat or not to eat? Kennzeichnung glutenhaltiger Getreide und praktische Aspekte des Einkaufs
- Gestaltung des glutenfreien Alltags: Worauf kommt es wirklich an?
Anmeldebedingungen
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Sie können jederzeit vor Seminarbeginn von der Teilnahme zurücktreten. Der Rücktritt muss unter Angabe von Seminartitel und -termin schriftlich erfolgen. Bei einem Rücktritt ab 6 Wochen vor Seminarbeginn werden 50 % der Seminargebühr berechnet, ab 4 Wochen vor Beginn sind die vollständigen Seminarkosten zu entrichten. Die Gebühr wird unabhängig vom Grund der Absage fällig.
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